Gebärdensprache für Kinder?

Durch die UN-Konvention haben taube, hörschädigte oder in ihrer lautsprachlichen Entwicklung eingeschränkte Kinder ein Recht auf Gebärdensprache.

 

Sie können von Beginn an mit Gebärden- und Lautsprache aufwachsen. Barrierefreie Kommunikation fördert eine gute soziale, kognitive und emotionale Entwicklung und erleichtert das Erlernen der Schriftsprache. Die Kinder können ein positives Selbstbild aufbauen, ihr Weltwissen erweitern und einen Bildungsstand wie hörende Kinder erreichen.

 

Sie haben zudem das Recht, mit gebärdensprachlicher Begleitung Regel-Kindergärten und andere pädagogische Einrichtungen zu besuchen.

 

Auch gehandicapte Kinder, die nicht oder nur wenig sprechen, können mit Gebärden gefördert werden. So wird oft erstmals eine Kommunikation mit ihnen möglich.

Das sagen Eltern:

Familie L., Heidelberg

 

"Gebärden sind nicht nur Zeichen, sondern die Kommunikationsform für unseren Sohn J. (7). Danke, dass Ihr es uns ermöglicht habt, mit unserem Sohn kommunizieren zu können.

 

Danke für die familiäre Unterrichtsatmosphäre. Euch wollen wir nicht mehr missen und das kann die ganze Welt ruhig wissen!"

Familie Sch., Heidelberg

 

"Unsere Tochter N. (7) ist gehörlos. N. ist seit dem 1. Lebensjahr mit Cochlea Implantaten (CI) versorgt und lernt damit die Lautsprache. Sie bekommt seit ihrem 3. Lebensjahr gebärdensprachliche Förderung.

 

Am Anfang wurden N. die Gebärden spielerisch beigebracht. Vor Beginn der Schule hat N. das Fingeralphabet erlernt. Heute findet die gebärdensprachliche Förderung durch Betreuung und Nachbearbeitung der Hausaufgaben statt.

 

Ich als Mutter bin froh, dass N. die Gebärdensprache beherrscht, da sie uns im Alltag, z. B. frühmorgens, wenn N. ihre CIs noch nicht trägt, bei der Verständigung unglaublich hilft. Im Sommer, wenn wir den ganzen Tag im Schwimmbad sind, brauchen wir die Gebärdensprache zum kommunizieren."