Erfahrungsberichte -

Gebärdensprachkompetenz als Zusatzqualifikation

Siggi K., Dortmund:

 

Ich habe vor etwa zweieinhalb Jahren begonnen, die Deutsche Gebärdensprache zu lernen, bin seit eineinhalb Jahren Schülerin bei „GebärdenVerstehen“.

 

Der Auslöser für dieses Studium war eine rezidivierende Stimmbandentzündung, bei der ich mehrmals für einige Tage vom Arzt „Sprechverbot“ erteilt bekam und mich damit jeder Kommunikationsmöglichkeit beraubt sah. So erfuhr ich am eigenen Leib, was es bedeutet, gegen Barrieren zu stoßen, weil ich mich nicht mitteilen konnte.

 

Meine Zielsetzung ist es, in meiner seit 20 Jahren bestehenden psychotherapeutischen Praxis in Kürze auch gebärdensprachliche Psychotherapie anzubieten.

 

Hierfür benötige ich eine wirklich gute Sprachkompetenz. Mit Hilfe der hochqualifizierten Dozenten und Dozentinnen bei „GebärdenVerstehen“ und im Rahmen einer starken, homogenen, kleinen Klassengemeinschaft sowie durch private Kontakte mit gehörlosen Menschen gelingt es mir, meine bislang erworbene Gebärdensprachkompetenz immer mehr zu verbessern. Das Studium ist anspruchsvoll und wunderbar praxisbezogen.


Besondere Freude bereitet mir die Gebärdenpoesie. So konnte ich in diesem Jahr an der DEAF-POETRY-SLAM in Dortmund teilnehmen und habe dort sogar mit meiner Geschichte „Lebenslauf eines Regentropfens“ den zweiten Platz belegt.

 

Lioba L., Mainz:

 

Liebe Jana, Dein Unterricht hat etwas Unkonventionelles, was ich sehr liebe. Wenn du gemerkt hast, dass wir vor lauter Prüfungsvorbereitung nicht mehr konnten, hast du uns einfach ein tolles Frühstück kredenzt und gemeint, man kann auch bei lockerer Unterhaltung Gebärdensprache lernen. Viele Lehrer studieren jahrelang Pädagogik, du hast sie einfach als Gabe. Auch wenn wir der Meinung waren: muss ich jetzt unbedingt meine Gebärden selbst filmen?

- du hattest Recht: es gibt kaum eine bessere Art zu lernen, Dinge bildlich darzustellen. Du hast mir Einblicke in deine Kultur und deine Sprache gewährt und ich bin dir sehr dankbar, dass wir auch Gebärdenpoesie gelernt haben.

 

Eva S., Lebach:

 

In einem VHS-Kurs hatte ich mich in die Gebärdensprache verliebt. Daraufhin fand ich im Internet deine Schule. Mein Ziel war es, die Sprache zu lernen und evtl. später als Dolmetscher zu arbeiten. Die Schule hat mir von Anfang an sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich bei euch wie zu Hause gefühlt.

 

Durch ein Praktikum in einer Rehaklinik für Hörgeschädigte hat sich für mich plötzlich alles verändert. Man hat mich danach dort übernommen und ich habe mittlerweile eine Ausbildung zum Audiotherapeuten gemacht. Meine Patienten sind Taube, CI-Träger mit Gebärdensprach- kompetenz aber auch Hörgeschädigte und Tinnitus-Betroffene.

 

Mein Ziel ist es nun, die Qualifikation zur Kommunikationsassistentin zu schaffen, um meinen Patienten eine gute und flüssige Kommunikation bieten zu können. Die Vielfalt deines Unterrichtes gefällt mir gut. Das Wissen über die Taubenkultur find ich besonders wichtig um ein gutes Miteinander zu gewährleisten. Macht weiter so und vielen Dank für euren Einsatz!

 

Ute Sch., Aachen:

 

Bei GebärdenVerstehen habe ich viel mehr gelernt, als nur die Gebärdensprache. Ich habe erfahren, wie es ist, wirklich gerne in die Schule zu gehen und möchte keinen Tag und keine Unterrichtsstunde missen. Als Erzieherin weiß ich, wie wichtig Motivation und Denkanstöße sind und dass Lernen nur Erfolg bringt, wenn es Freude macht.

 

Der abwechslungsreiche, praxisorientierte und lebensnahe Unterricht, aber auch das schnelle Erreichen und Wachsen unserer Gebärdensprach- kompetenz und das Erproben derselben bei Veranstaltungen mit Tauben, die wir gemeinsam besuchten, hat das Gelernte immer wieder aufgefrischt und gefestigt. Die kleinen Gruppen und die Möglichkeit, nach dem Unterricht in der Schule zu bleiben und dort mit den Materialien zu üben und die vielen Anregungen, die wir von Jana und ihrem Team bekommen haben, gaben uns die Möglichkeit, nachhaltige Lernerfolge zu erzielen. Auf diesen können wir nun, nach der leider viel zu kurzen, schönen und lehrreichen Zeit, selbständig weiter aufbauen. Meine Zukunft sehe ich weiterhin in der Arbeit mit Kindern, z.B.: in einer bilingualen Kindergruppe. Dank GebärdenVerstehen fühle ich mich fit und motiviert für das Miteinander mit tauben und hörenden Kindern.

 

Cordula M., Karlsruhe/Klingenmünster:

 

Sprachausbildung bei GebärdenVerstehen: ein Glücksgriff für mich und meine Patient/innen.

Um gehörlosen Menschen eine möglichst barrierefreie psychiatrische Versorgung anbieten zu können, wollte ich DGS lernen. Mit einzelnen VHS-Kursen ohne Kontinuität und den üblichen Lehrmaterialien aus dem Internet kam ich aber nicht so recht weiter.

 

Dann stolperte ich durch Zufall über GebärdenVerstehen. Und endlich habe ich gefunden, was ich brauche: Die Wochenendkurse zeichnen sich durch intensiven Sprachunterricht aus, bei dem in einer kleinen Gruppe mit verschiedensten Methoden viel gelehrt und geübt wird, aber auch der Spaß nie zu kurz kommt. Darüber hinaus habe ich viel erfahren über die Lebenswelt, den Alltag, den kulturellen Hintergrund, die Probleme und Lösungsstrategien gehörloser Menschen, was für meine Arbeit ebenso wichtig ist. Damit habe ich endlich die Grundlage, die ich für meine Arbeit mit gehörlosen Eltern und ihren Kindern oder auch mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen brauche.

 

Hilde B., Regensburg:

 

Die Ausbildung bei Euch, bei "GebärdenVerstehen" zählt zu den schönsten Zeiten meines Lebens. Mein Wunsch war und ist eine zugängliche Gesellschaft für alle Menschen. Da ich auch als Kauffrau für Tourismus und Freizeit für die Regensburg Tourismus GmbH als Inklusionsbeauftragte und somit auch für ein inklusives Regensburg und die Umsetzung der UN-Behinderten- rechtskonvention speziell für den touristischen Bereich arbeite, wünschte ich mir eine umfassende, fundierte Ausbildung in Deutscher Gebärdensprache zur Kommunikations- assistentin. Diese Ausbildung habe ich bei Euch in herzlicher Atmosphäre und in bestem und spannendem Unterricht bekommen. Hier tauchten wir nicht nur ein in die Gebärdensprache und Linguistik, sondern auch in die Geschichte, Anschauungen und Lebensumstände, in die eigene Kultur und in die Psychologie, Philosophie und in die faszinierende Gebärdenpoesie.

 

Mein Wunsch war auch freiberuflich zu arbeiten und eine Agentur aufzubauen, damit ich meine Fähigkeiten als Kommunikationsassistentin in weiteren Bereichen für Barrierefreiheit einsetzen kann. Das ist mir nun mit meiner Ausbildung bei Euch gelungen. Meine Agentur "Kultürlich-Kulturen im Kontext" ist gegründet (www. kultuerlich-regensburg.de) und ich bin beim Projekt der Aktion Mensch "Regensburg inklusiv" bei den Inklusionszirkeln für Bildung und Arbeit mit dabei. Herzlichen Dank - auch an alle Gastdozenten - für die wunderbare Zeit und ich freue mich schon auf Weiterbildungskurse bei Euch.

 

Susanne H., Kassel:

 

Die Deutsche Gebärdensprache - eine lebendige und nahe Sprache. Sie zu lernen bedeutet harte Arbeit, aber mit Janas Didaktik war es schon fast wieder ein Kinderspiel.

Ein halbes Jahr, gefüllt mit Wissen, Lachen, Lernen, Herzlichkeit, Ehrlichkeit und das alles in einer warmen, familiären Atmosphäre.

 

Eine Zeit der ganz besonderer Art, welche ich nicht missen möchte und in mir tragen werde.